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31. Mai 2013

Der Teich. Eine theatrale Wanderung.

Von 400asa/stadttheater.tv

»Anzunehmen ist, dass das Schuhwerk und Stiefelzeug in Ordnung ist.«
Robert Walser

Eine Wanderung auf wohlgepflegten Pfaden in die tiefe Nacht der Berner Psychogeografie.

Das Dramolett ist das einzige Mundartwerk von Robert Walser. Geschrieben 1902, als er enttäuscht aus Berlin zurückkehrte, besticht es durch eigensinnigen Sprachhumor und tiefe Melancholie 

Ausgehend vom Robert Walser-Zentrum führt die Inszenierung in einem Spaziergang durch Grenzzonen von Stadt und Natur. Unter Buchen wird Harfe gespielt und Orte besucht, die mittels Aufladung durch den Walser Text zu »inneren Landschaften« werden, zu Kindheitserinnerungen, bei denen sich Glücksgefühle, Melancholie und seelischer Terror ablösen. Der Teich ist für Walser ein Ort, dem das Leben entspringt und dem man – in Form des Freitods – sein Leben wieder geben kann. 

Walsers biografischen Ansatz verknüpft 400asa mit den Geschichten der Schauspieler Philippe Graber, Kaspar Weiss und Aite Tinga, allesamt selbst ›Berlin-Heimkehrer‹. Sie irrlichtern um den Text herum, spielen mit seiner angeblichen Unspielbarkeit und gewähren dem Publikum zwischen Büschen, Autobahnbrücken und Wasserpfützen einen ganz besonderen Einblick in Werk und Welt von Robert Walser.

Di. 18./Mi. 19./Fr. 21./Sa. 22. Juni 2013, jeweils 20.00 Uhr
Start: Marktgasse 45, 3011 Bern (beim Robert Walser-Zentrum)

Regie: Julian M. Grünthal, Samuel Schwarz
Mit: Philippe Graber, Aite Tinga, Kaspar Weiss
Dramaturgie: Claudia Basrawi
Bühne, Kostüm: Philipp Stengele, Wanda Wylowa
Produktionsleitung: Michael Röhrenbach
Koproduktion: Tojo Theater
In Zusammenarbeit mit dem Robert Walser-Zentrum

Eintritt: CHF 25.–/ermäßigt: 15.–

Reservation: tojo@reitschule.ch