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8. Oktober 2019

Neuerscheinung: »Robert Walsers Wälder«

Herausgegeben von Sabine Eickenrodt und Erhard Schütz. Mit sechs Abbildungen.

Zu den Vorzugslandschaften des großen Wanderers Robert Walser gehören unbedingt die Wälder. Sie stammen aus der schweizerischen Heimat gleichermaßen wie aus Lektüre, romantischer zumal: Tiecks Waldeinsamkeit und Eichendorffs Selbstvergessenheit schwingen durch Berg- oder Gemeindewälder. Walsers Waldtexte inszenieren Orte des sanften Verschwindens, der wohligen Ruhe und des Stillstands der Zeit. In ihnen begegnet man erotischen Waldfrauen, Reisenden und Räubern, Unheimlichem, Niemandem – oder sich selbst. Auf Irr-, Um- und Abwegen führen sie zu bunten Waldfesten oder lohenden Waldbränden, aber auch zu Lichtungen, auf denen Wirtshausschilder Waldgänger zur Einkehr laden.
Diese Anthologie versammelt in chronologischer Folge Prosaskizzen und Gedichte von den frühen Texten um 1900 bis in die späte Zeit der Berner Mikrogramme.

Sabine Eickenrodt, Erhard Schütz (Hg.): Robert Walsers Wälder. Mit sechs Abbildungen. Berlin: Insel Verlag 2019 (Insel-Bücherei 1477), Gebunden, 120 Seiten, ISBN: 978-3-458-19477-4.