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Uraufführung: Du denkst vielleicht, was hör ich da, und ich sage dir – es ist die Waschmaschine
Musiktheater von Ruedi Häusermann mit Texten von Robert Walser. Uraufführung am 6.2.2026 im Pfauen Zürich. Wieder und wieder findet der Komponist und Regisseur Ruedi Häusermann in Robert Walsers Weltsichten scharfsinnige Entsprechungen zu dem, was ihn als Mensch und Künstler beschäftigt, so auch in seinem neusten Theaterabend für das Schauspielhaus Zürich. Ein Meister war Robert Walser darin, das scheinbar Nebensächliche wachsen zu lassen. Er verehrte zaudernde Wölkchen, träumerische Unwissenheit oder gedankenlose, weil nur gedachte Gedanken, und folgert: »Seriöseste Menschen haben mitunter eine Langezeit nach der Ungezwungenheit des Spielens.«

Premiere! Hörspiel auf SRF 2 »Der Gehülfe«
Samstag, 07.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur. Erste Hörspiel-Adaption des Romans von Robert Walser über die prekäre Existenz eines Angestellten. Schauplatz ist die herrschaftliche Villa Abendstern am Zürichsee. Der Eintritt der Hilfskraft Joseph Marti in das Reich des Erfinders Tobler und seiner Frau scheint eine groteske Untergangsmechanik in Gang zu setzen.

Hörspiel auf SRF 1: »Als wenn es noch einen Weg gäbe. Robert Walsers Spaziergänge im Dunkel des Seins«
Freitag, 06.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1. »Robert Walsers Spaziergänge im Dunkel des Seins« - so nennt der Regisseur Stefan Weber im Untertitel sein Feature über den solitären Schweizer Dichter. Webers langjährige Beschäftigung mit den Absonderlichkeiten der Walserschen Existenz bereitet den Weg zu seinem neuen SRF-Hörspiel »Der Gehülfe«.

Peter Fischli: Wir Ungestalten – Ausstellungseröffnung
Vernissage am 17. und am 18. Januar 2026, jeweils 11–17 Uhr. Peter Fischli und Robert Walser teilen einen Humor, der im Alltäglichen das Besondere entdeckt. In Wir Ungestalten zeigt Fischli „Ungestalte“ als offene, flüchtige Formen – zwischen Skulptur und Spur, Witz und Melancholie. Seine Arbeiten entstehen im Staunen über das Übersehene: schaumgeborene Skulpturen an Parkbänken oder Türgriffen, die den öffentlichen Raum spielerisch besetzen. Im Walser-Zentrum bevölkern diese Werke nun Büros und Archive.

Übersetzerstammtisch
Ab Oktober 2025 gibt es auch in Bern einen Übersetzerstammtisch. Eingeladen sind Literaturübersetzerinnen und -übersetzer mit der Zielsprache Deutsch, die Lust haben, in kleiner Runde ihre Texte zu besprechen. Alle Ausganssprachen sind willkommen. Wir treffen uns jeweils am ersten Freitag im Monat von 17:00 bis 19:00 Uhr im Robert Walser Zentrum, zum ersten Mal am 3. Oktober 2025.

Poetenleben im Kino Lichtspiel.
Am kommenden Donnerstag, 18.12., 19.30 Uhr wird im Kino Lichtspiel in Bern Tommaso Donatis kunstvoller Dokumentarfilm über Robert Walser gezeigt. Gefilmt wurde in der Berner Altstadt, im Robert Walser-Zentrum und im Schweizerischen Literaturarchiv. Ein eigenständiger Blick auf Robert Walsers »Poetenleben«! Im Anschluss Diskussion mit Lukas Gloor (Robert Walser Zentrum, Bern), Antonio Prata, Produzent und Tommaso Donati, Regisseur.

Podcast: Gehobene Unterhaltung. Robert Walsers Feuilletons in einer neuen Edition.
Robert Walser schrieb jahrzehntelang mit Fleiß und Vergnügen für Tageszeitungen, Literatur- und Kunstzeitschriften, für Illustrierte, Modeblätter und Sportmagazine von Bern bis Berlin, von Prag bis Wien. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts boomte die Presse, das Feuilleton florierte. Es boten sich Verdienstmöglichkeiten für Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die sich dem Geschmack der Zeit anpassen konnten und geschickt genug waren, dennoch aufzufallen. Robert Walser setzte sich durch, das Korpus seiner Feuilletons umfasst 978 Texte. Diese werden in der Berner Ausgabe erstmals in chronologischer Reihenfolge ediert, durchgehend kommentiert, mit Registern erschlossen und durch Nachwort und Abbildungen fassbar gemacht.

Buchvernissage »Der Teich« in Isfahan.
19. November 2025, 17.00 Uhr, Kultur-, Kunst- und Deutschinstitut »Digar«, Isfahan. Mit Prof. Jahagir Fekri Ershad, Dr. Abbas Ali Salehi und Asal Tahamtan

Literaturlabor: Theodor Fontane, »Effi Briest«
Neben Anna Karenina und Madame Bovary gehört Effi Briest zu den berühmtesten Frauengestalten der Weltliteratur. Im distanzierten Plauderton erzählt Fontane die Geschichte einer Frau, deren Jugendträume zerbrechen, weil sie einen Schritt vom vorgezeichneten Weg abweicht. Anmeldung bis 8. April 2025

Gehobene Unterhaltung. Robert Walsers Feuilletons in einer neuen Edition.
Dienstag, 11. November, Universitätsbibliothek Bern, Münstergasse 63, 12:30 Uhr, Veranstaltungssaal, 1. UG. Soeben sind in der Berner Ausgabe von Robert Walsers Werken sieben weitere Bände erschienen. Die Edition präsentiert Walsers verstreut gedruckten Werke vollständig und macht sie erstmals in chronologischer Abfolge lesbar. Die Textbände sind mit fortlaufenden Kommentaren versehen und werden durch einen Zusatzband mit Nachwort und Registern erschlossen. Präsentation: Peter Stocker

Poetenleben im Fernsehen.
10. November 2025, RSI (Schweizer Fernsehen), 21:55 - 23:05 Uhr. Italienisch. Dokumentarfilm. 1h 10 Min. Poetenleben versucht, die Persönlichkeit des Schweizer Schriftstellers Robert Walser (1878-1956) zu ergründen, indem er in das Archiv seiner Mikrogramme eintaucht: winzige Schriften, die an das Unentzifferliche grenzen, kleine Blätter, die in einer mikroskopischen Handschrift geschrieben wurden. Der Autor selbst bezeichnete dies als seine »Bleistiftmethode«. Eine Methode, die es ihm ermöglichte, freier und weniger angestrengt zu schreiben. Ein Prozess, der seinen Wunsch zu widerspiegeln scheint, sich diskret von der Welt und der Gesellschaft zu lösen.

Daniele Pantano: Ein Heim für Problemkinder. Buchvernissage.
Montag, 3. November, 18:00 Uhr. »Wir singen – weil wir verloren sind.« Es ist ein Chor von so beunruhigenden wie eindringlichen Stimmen, die Daniele Pantano in »Ein Heim für Problemkinder« auftreten lässt, um zentrale Themen der Gegenwart im Grossen wie im Persönlichen auszuleuchten. Seine Gedichte sind Alarmsignale, in denen man das Unheil mehr ahnt, als dass man es vor Augen sieht (Übersetzer Jürgen Brôcan im Nachwort). Sie leuchten und brennen in ungewohnter Schönheit. Moderation: Lukas Gloor und Reto Sorg.

Robert Walser und sein Direktor – Szenische Lesung.
7. November, 19.30 Uhr, Museum Herisau. Robert Walser wird am 19. März 1933 von der Klinik Waldau Bern in die Heil- und Pflegeanstalt Herisau überführt, von Direktor Otto Hinrichsen empfangen und als Patient Nr. 3561 in die Klinik aufgenommen. Der Direktor freut sich, dass er nun einen Dichter behandeln kann, sein Assistenzarzt findet die Methoden des Direktors allerdings altmodisch.

Jahrestagung der Robert Walser-Gesellschaft in Bern
24.–26. Oktober 2025. ›Schreiben für die Katz‹ Robert Walser als Feuilletonist. Eine Jahrestagung der Robert Walser-Gesellschaft in Bern.

Adaption fürs Gehen. Robert Walser: Der Spaziergang.
26. September 2025, 19-20 Uhr, Merian Gärten, Treffpunkt: Neue Scheune. Von Leonard Wiesendanger, Promenadologe, Autor und Geschäftsführer „Lokal für Raumbegehung“. Ein Gehstück ist ein Text, der fürs Gehen geschrieben wurde. Für ein besseren Verständnis der neuen Genres werden gattungsfremde Texte spazierfertig gemacht.

Lucas Marco Gisi wird der neue Leiter des Schweizerischen Literaturarchivs.
Unser ehemaliger Archivleiter wird nun Leiter des Schweizerischen Literaturarchivs. Wir gratulieren! Die Schweizerische Nationalbibliothek hat Lucas Marco Gisi zum neuen Leiter des Schweizerischen Literaturarchivs ernannt. Der promovierte Literaturwissenschaftler übernimmt am 1.1.2026 die Nachfolge von Irmgard Wirtz Eybl, die das Archiv seit 2006 leitet und Ende Jahr in den Ruhestand tritt.

Spaziergangswissenschaft trifft Literatur. Lucius und Annemarie Burckhardt mit Robert Walser im Gespräch.
Podiumsdiskussion am 25. September 2025 in der Buchhandlung Labyrinth. Mit Lukas Gloor, Henriette Lutz, Julia Rüegger. Moderation von Léonard Wiesendanger. Das Podiumsgespräch beleuchtet die Rolle, die das Spazieren im Schaffen von Robert Walser und den Burckhardts einnimmt, wo sich ihre Ansätze berühren und unterscheiden, und fragt, was wir davon für unser eigenes Gehen mitnehmen können.

»Seltsame Käuze, wir zwei« Lesung mit Bernhard Echte
Am 25. September 2025, im Neuen Museum Biel. In einer Buchpräsentation, Lesung und Bildprojektion stellt der Autor und Verleger Bernhard Echte »Seltsame Käuze, wir zwei« vor. Das bei »Nimbus« erschienene Werk befasst sich mit dem Schweizer Autor Robert Walser (1878–1956) und dessen Bruder Karl (1877–1943), der als Maler und Illustrator Bekanntheit erlangte.

Gehobene Unterhaltung – Robert Walsers Feuilletons in einer neuen Edition.
Dienstag, 11.11.2025, 12:30 Uhr. Peter Stocker stellt im Rahmen der Reihe »Buch am Mittag« der Universitätsbibliothek Bern Robert Walsers Feuilletons in der Edition der Berner Ausgabe vor.

Robert Walser – »Sonst gebe ich’s auch billiger«. Ariane von Graffenried, Ruedi Häusermann, Marco Käppeli, Daniel Studer
Lesung und Musik am 12. September 2025 im Lit.z in Stans. Robert Walser war als Dichter auch ›Bürolist‹ in eigener Sache. Dieser unbekannten Seite widmet sich das Konzert ›Robert Walser – »Sonst gebe ich’s auch billiger«‹. Mit Ariane von Graffenried und dem Jazztrio Häusermann/Käppeli/Studer.

Buchvorstellung ›Mr. Feuilleton: Josef Viktor Widmann‹
Am 16. September 2025 im DISTL (Dichter:innen- und Stadtmuseum Liestal). Buchtaufe der ersten Widmann-Publikation seit Jahrzehnten. Das DISTL lädt dazu ein, Josef Viktor Widmann, dieses ebenso brillante wie sympathische Multitalent der Schweizer Literatur neu zu entdecken.

Neuerscheinung: Mr. Feuilleton: Josef Viktor Widmann
Das literarische Werk des Schriftstellers und Feuilletonisten Josef Viktor Widmann (1842-1911) überrascht, obwohl tief in die Tradition zurückgreifend, mit Einfallsreichtum und Witz. Als scharfsichtiger Feuilletonist versteht er mit unverstelltem Blick auf seine Zeit Fragen aufzuwerfen, die uns auch heute angehen. Seine Bücher erreichten ein breites Publikum, seine Stücke wurden im ganzen deutschen Sprachraum gespielt, und unter seiner Leitung wurde der Berner Bund und sein Feuilleton zu einer Referenz, auf die man auch in Berlin und Wien hörte.

Robert Walsers spazierende Vorgänger im Kanton Bern – Vortrag von Arjan Batth
Donnerstag, 11. September 2025 im Robert Walser-Zentrum.

Robert Walser in seiner Geburtsstadt
Spaziergang am 25. Mai 2025, 16-17.30 Uhr mit Literaturspur in Biel. Robert Walser (1878–1956) kommt in Biel zur Welt. Die Stadt ist dank der Uhrenindustrie im Aufschwung, die Familie Walser jedoch gerät wirtschaftlich in Bedrängnis. Walser absolviert eine Banklehre, sein Herz aber schlägt fürs Theater und die Literatur. 1898 werden erste Gedichte von ihm veröffentlicht. Der Spaziergang führt zu Walsers Geburtshaus, zur Schule, die er besucht hat, zu Wohnhäusern, in denen er gelebt und geschrieben hat.

Neuerscheinung: »Hellseher im Kleinen« Das Leben Robert Walsers.
Von Susan Bernofsky. Aus dem Englischen von Michael Adrian. Er lebte und schrieb am Rande der Gesellschaft, schockierte seine Boheme-Freunde in Berlin mit dem Besuch einer Dienerschule und entwickelte später in Bern einen urban-nomadischen Lebensstil, bevor er den Rest seines Lebens in einer Heil- und Pflegeanstalt verbrachte. Ob als Antiheld und romantischer Einzelgänger, als »Verlocker zur Freiheit« (Morgenstern) oder als »Hellseher im Kleinen« (Sebald) – Robert Walser wurde glühend verehrt und hat viele maßgeblich beeinflusst: Franz Kafka, Walter Benjamin und Robert Musil ebenso wie Thomas Bernhard, Paul Nizon, Sibylle Lewitscharoff und Elfriede Jelinek.

Literaturlabor: Theodor Fontane, »Effi Briest«
Neben Anna Karenina und Madame Bovary gehört Effi Briest zu den berühmtesten Frauengestalten der Weltliteratur. Im distanzierten Plauderton erzählt Fontane die Geschichte einer Frau, deren Jugendträume zerbrechen, weil sie einen Schritt vom vorgezeichneten Weg abweicht. Anmeldung bis 8. April 2025

Nachhaltiger Robert Walser!
Eine aktuelle Ökobilanz der Carbotech AG bestätigt, dass das Robert Walser-Zentrum in vorbildlicher Weise einer nachhaltigen und umweltverträglichen Betriebsführung verpflichtet ist.

Neue Leitung für das Robert Walser-Zentrum. Marcel Lepper übernimmt per 1. Mai 2026
Die Robert Walser-Stiftung Bern hat Marcel Lepper zum neuen Leiter des Robert Walser-Zentrums als Nachfolger des altershalber zurücktretenden Reto Sorg gewählt. Die mit einem Pensum von 70% dotierte Stelle wird erstmals in Kombination mit dem Institut für Germanistik der Universität Bern besetzt. Der Leiter des Robert Walser-Zentrums wird dort zu 20% tätig sein und ein Studienprogramm für Literatur und Berufspraxis aufbauen. Das Robert Walser-Zentrum verantwortet die Edition, die Übersetzung und die weltweite Vermittlung der Werke und des Nachlasses von Robert Walser und Carl Seelig.

»Seltsame Käuze, wir zwei« – Buchpräsentation.
27. Mai 2025, Allgemeine Lesegesellschaft Basel. Buchpräsentation, Lesung und Bildprojektion mit dem Autor und Verlagsleiter Bernhard Echte, im Anschluss Apéro.

Robert Walser in seiner Geburtsstadt
Spaziergang am 25. Mai 2025, 16-17.30 Uhr mit Literaturspur in Biel. Robert Walser (1878–1956) kommt in Biel zur Welt. Die Stadt ist dank der Uhrenindustrie im Aufschwung, die Familie Walser jedoch gerät wirtschaftlich in Bedrängnis. Walser absolviert eine Banklehre, sein Herz aber schlägt fürs Theater und die Literatur. 1898 werden erste Gedichte von ihm veröffentlicht. Der Spaziergang führt zu Walsers Geburtshaus, zur Schule, die er besucht hat, zu Wohnhäusern, in denen er gelebt und geschrieben hat.