Das Zentrum

Neuigkeiten

Neues Manuskript von Robert Walser

Die Robert Walser-Stiftung Bern hat ein bislang unzugängliches Manuskript erwerben können. Der Titel der Handschrift lautet buchstäblich: »Neues«. Vom Robert Walser-Zentrum wird sie für die Öffentlichkeit und Forschung bereitgestellt.

 Foto (M. Darida): Dorottya Márton; Foto (Sollbergger): Mathieu Zazzo/Minuit

Wir gratulieren Muri Darida und Jonas Sollberger

Der zweisprachige Robert Walser-Preis 2026 geht an Muri Darida für seinen Roman »King Cobra« und an Jonas Sollberger für »Viens Élie«. Der Preis ist mit je 20 000 Franken dotiert. Wir gratulieren herzlich! Die Preisverleihung findet am 29. Oktober 2026 um 18 Uhr im Filmpodium in Biel statt.

Buchvorstellung: Katalog zur Karl Walser Retrospektive in Japan.

Am Mittwoch, 19. August 2026 um 18 Uhr stellen wir im Robert Walser-Zentrum gemeinsam mit dem Zentrum Paul Klee den Katalog zur Karl Walser-Retrospektive vor, die in diesem Jahr in Tokyo und Osaka gezeigt wird. Es sprechen Marcel Lepper, Marie Kakinuma, Bernadette Walter und Reto Sorg.

»Robert Walser und seine Verlage«. Jahrestagung der Robert Walser-Gesellschaft, 23.–25. Oktober 2026, Marbach

Die Jahrestagung in Marbach beleuchtet das komplexe Verhältnis zwischen Robert Walser und den Verlagen, die sein Werk prägten. Sie erkundet, wie diese Zusammenarbeiten Walsers Stimme mitformten und welche Rolle Verlage bis heute für die Bewahrung und Entdeckung seines Werks spielen.

Karl Walser Retrospektive in Japan.

Vom 18. April bis 21. Juni 2026 und vom 4. Juli bis 27. September 2026 zeigen die Tokyo Station Gallery respektive das Nakanoshima Museum of Art in Osaka eine ausführliche Retrospektive von Karl Walsers Werk.

»Lesen lernen!« Öffentliche Buchpräsentation am 14. Oktober 2026.

Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich von der Universität Bern präsentieren im Robert Walser-Zentrum ihr neues Buch.

»Robert Walser. Ein Berner Schriftsteller und Spaziergänger.«

Ein Kurs an der Volkshoschule Bern mit Martin Götz vom 28. Oktober bis 18. November 2026. Im Kurs wird die Erzählung »Der Spaziergang« von 1917 gelesen und diskutiert. Darüber hinaus wird anhand von Auszügen Einblick in weitere Werke Robert Walsers gegeben. Bei der Auswahl sollen die Interessen und Wünsche der Teilnehmenden bestimmend sein.

 Foto: Dominique Uldry

Übersetzungstammtisch

Seit Oktober 2025 gibt es auch in Bern einen Übersetzerstammtisch. Eingeladen sind Literaturübersetzerinnen und -übersetzer mit der Zielsprache Deutsch, die Lust haben, in kleiner Runde ihre Texte zu besprechen. Alle Ausganssprachen sind willkommen. Wir treffen uns jeweils am ersten Freitag im Monat von 17:00 bis 19:00 Uhr im Robert Walser Zentrum, zum ersten Mal am 3. Oktober 2025.

Vortrag von Patrick Eiden-Offe: Robert Walser – Von Biel nach Berlin und zurück: Prosastückli aus dem Weltstadtgetümmel

Am 1. Juni 2026 hält Patrick Eiden-Offe im Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung einen Vortrag zum Thema »Robert Walser – Von Biel nach Berlin und zurück: Prosastückli aus dem Weltstadtgetümmel«.

 Foto: Raphael Moser

Reto Sorg tritt als Leiter des Robert Walser-Zentrums zurück.

Nach fast 20 Jahren an der Spitze des Robert Walser-Zentrums in Bern gibt Reto Sorg sein Amt ab. Der 65-jährige Literaturwissenschaftler hat das Zentrum seit 2007 maßgeblich geprägt, darunter den Umzug von Zürich nach Bern im Jahr 2009. Unter seiner Führung wurde das Werk Robert Walsers weltweit bekannt und in über 40 Sprachen übersetzt. Sorgs Engagement hat dazu beigetragen, Walsers literarisches Erbe lebendig zu halten und seine internationale Strahlkraft zu stärken. Das Robert Walser-Zentrum dankt Reto Sorg für sein langjähriges Engagement und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Robert Walsers »Seeland«. Literarische Soirée im Schweizerischen Literaturarchiv.

Am 20. Mai 2026, 18-20 Uhr. »Seeland könnte überall sein«: Die Worte des berühmten Schriftstellers Robert Walser und seine Textsammlung »Seeland« zeugen von einer tiefen Verbundenheit des Autors mit der Landschaft. Welche Rolle haben die Seen in Walsers Leben und Werk gespielt? Mit dieser Frage befassen sich unsere Gäste Barbara Piatti, Monique Schwitter und Reto Sorg. Diese Literarische Soirée ist Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung »Seen, Spiegel der Schweiz«.

Uraufführung »Sleepers Awake«. Eine Oper der Opera Philadelphia vom 22.-26. April 2026.

Die Opera Philadelphia präsentiert mit »Sleepers Awake« eine faszinierende Uraufführung, die das Publikum in eine traumhafte Welt zwischen Realität und Fantasie entführt. Das Werk des Komponisten Gregory Spears, dessen Musik von der New York Times als »erstaunlich schön« und vom New Yorker als »kühl verzaubernd« beschrieben wird, basiert auf einer modernen Interpretation des Märchens »Dornröschen«.

 © Robert Walser-Stiftung Bern, gestaltet von Yves Netzhammer

Einladung zu Robert Walsers Geburtstag!

Am Mittwoch, dem 15. April 2026 im Café Versa und an anderen Orten. Anstossen, lesen und vorlesen. Alle sind herzlich willkommen!

Lika Nüssli: Live-Zeichnen mit Lesung an der Museumsnacht 2026

Lika Nüssli zählt zu den international profilierten Stimmen der Malerei, Graphic Novel und Performance. Für die Museumsnacht zeigt sie ihre aktuelle Ausstellung im Robert Walser-Zentrum ›Für die Katz‹ und lädt zu einer besonderen Begegnung von Wort und Bild ein. Ihre 69 grossformatigen Aquarelle treten mit Feuilletons von Robert Walser, aus denen während des Abends vorgelesen wird, in Dialog. Das Publikum kann wählen, welches der ausgestellten Bilder in den Fokus rücken soll, um es zusammen mit der Künstlerin zu betrachten und zu besprechen. Während der entsprechende Walser-Text vorgelesen wird, zeichnet Lika Nüssli und lässt so vor den Augen der Besucherinnen und Besucher neue Linien, Formen und Gedanken entstehen.

Schreiben für die Katz – Robert Walsers Feuilletons. Lukas Bärfuss, Susan Bernofsky, Ayşe Polat.

Gespräch und Kurzlesungen im Literarischen Colloquium Berlin. 11. März 2026. Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss, die amerikanische Literaturwissenschaftlerin Susan Bernofsky sowie die kurdisch-deutsche Filmemacherin Ayşe Polat stellen Robert Walsers Feuilleton-Texte vor – gemeinsam mit Reto Sorg, Leiter des Robert Walser-Zentrums in Bern. Anlass ist das Erscheinen von Walsers gesammelten Feuilleton-Texten in der »Berner Ausgabe« (Suhrkamp). Jahrzehntelang widmete Walser sich dem »Schreiben für die Katz« und verfasste mit »denkbar aufrichtigstem Vergnügen« Beiträge für Blätter aller Art, von Bern bis Berlin, von Prag bis Wien.

Uraufführung: Du denkst vielleicht, was hör ich da, und ich sage dir – es ist die Waschmaschine

Musiktheater von Ruedi Häusermann mit Texten von Robert Walser. Uraufführung am 6.2.2026 im Pfauen Zürich. Wieder und wieder findet der Komponist und Regisseur Ruedi Häusermann in Robert Walsers Weltsichten scharfsinnige Entsprechungen zu dem, was ihn als Mensch und Künstler beschäftigt, so auch in seinem neusten Theaterabend für das Schauspielhaus Zürich.

Premiere! Hörspiel auf SRF 2 »Der Gehülfe«

Samstag, 07.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur. Erste Hörspiel-Adaption des Romans von Robert Walser über die prekäre Existenz eines Angestellten. Schauplatz ist die herrschaftliche Villa Abendstern am Zürichsee. Der Eintritt der Hilfskraft Joseph Marti in das Reich des Erfinders Tobler und seiner Frau scheint eine groteske Untergangsmechanik in Gang zu setzen.

Hörspiel auf SRF 1: »Als wenn es noch einen Weg gäbe. Robert Walsers Spaziergänge im Dunkel des Seins«

Freitag, 06.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1. »Robert Walsers Spaziergänge im Dunkel des Seins« - so nennt der Regisseur Stefan Weber im Untertitel sein Feature über den solitären Schweizer Dichter. Webers langjährige Beschäftigung mit den Absonderlichkeiten der Walserschen Existenz bereitet den Weg zu seinem neuen SRF-Hörspiel »Der Gehülfe«.

 Peter Fischli

Peter Fischli: Wir Ungestalten – Ausstellungseröffnung

Vernissage am 17. und am 18. Januar 2026, jeweils 11–17 Uhr. Peter Fischli und Robert Walser teilen einen Humor, der im Alltäglichen das Besondere entdeckt. In »Wir Ungestalten« zeigt Fischli 34 ›Ungestalten‹ als offene, flüchtige Formen – zwischen Skulptur und Spur, Witz und Melancholie. Seine Arbeiten entstehen im Staunen über das Übersehene: schaumgeborene Skulpturen an Parkbänken oder Türgriffen, die den öffentlichen Raum spielerisch besetzen. Im Walser-Zentrum bevölkern diese Werke nun Büros und Archive.

Poetenleben im Kino Lichtspiel.

Am kommenden Donnerstag, 18.12., 19.30 Uhr wird im Kino Lichtspiel in Bern Tommaso Donatis kunstvoller Dokumentarfilm über Robert Walser gezeigt. Gefilmt wurde in der Berner Altstadt, im Robert Walser-Zentrum und im Schweizerischen Literaturarchiv. Ein eigenständiger Blick auf Robert Walsers »Poetenleben«! Im Anschluss Diskussion mit Lukas Gloor (Robert Walser Zentrum, Bern), Antonio Prata, Produzent und Tommaso Donati, Regisseur.

Podcast: Gehobene Unterhaltung. Robert Walsers Feuilletons in einer neuen Edition.

Robert Walser schrieb jahrzehntelang mit Fleiß und Vergnügen für Tageszeitungen, Literatur- und Kunstzeitschriften, für Illustrierte, Modeblätter und Sportmagazine von Bern bis Berlin, von Prag bis Wien. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts boomte die Presse, das Feuilleton florierte. Es boten sich Verdienstmöglichkeiten für Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die sich dem Geschmack der Zeit anpassen konnten und geschickt genug waren, dennoch aufzufallen. Robert Walser setzte sich durch, das Korpus seiner Feuilletons umfasst 978 Texte. Diese werden in der Berner Ausgabe erstmals in chronologischer Reihenfolge ediert, durchgehend kommentiert, mit Registern erschlossen und durch Nachwort und Abbildungen fassbar gemacht.

Buchvernissage »Der Teich« in Isfahan.

19. November 2025, 17.00 Uhr, Kultur-, Kunst- und Deutschinstitut »Digar«, Isfahan. Mit Prof. Jahagir Fekri Ershad, Dr. Abbas Ali Salehi und Asal Tahamtan

Literaturlabor: Tolstoi, »Anna Karenina«

Lew Tolstoi, »Anna Karenina« Unvergesslich der erste Satz: »Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise«, und unvergesslich Anna, eine junge, schöne und von Grund auf gute Frau – die dem Untergang geweiht ist. Mit ihrem 20 Jahre älteren Gatten und ihrem Sohn führt sie ein geordnetes und zufriedenes Leben im glänzendsten Kreis der St. Petersburger Gesellschaft – bis sie auf einer Reise nach Moskau Graf Wronski begegnet. Von allen Ehebrecherinnen des 19. Jahrhunderts ist sie die liebenswerteste, der unser ganzes Mitleiden und Bedauern gilt. Anmeldung bis 5. Januar 2026.

Gehobene Unterhaltung. Robert Walsers Feuilletons in einer neuen Edition.

Dienstag, 11. November, Universitätsbibliothek Bern, Münstergasse 63, 12:30 Uhr, Veranstaltungssaal, 1. UG. Soeben sind in der Berner Ausgabe von Robert Walsers Werken sieben weitere Bände erschienen. Die Edition präsentiert Walsers verstreut gedruckten Werke vollständig und macht sie erstmals in chronologischer Abfolge lesbar. Die Textbände sind mit fortlaufenden Kommentaren versehen und werden durch einen Zusatzband mit Nachwort und Registern erschlossen. Präsentation: Peter Stocker

Poetenleben im Fernsehen.

10. November 2025, RSI (Schweizer Fernsehen), 21:55 - 23:05 Uhr. Italienisch. Dokumentarfilm. 1h 10 Min. Poetenleben versucht, die Persönlichkeit des Schweizer Schriftstellers Robert Walser (1878-1956) zu ergründen, indem er in das Archiv seiner Mikrogramme eintaucht: winzige Schriften, die an das Unentzifferliche grenzen, kleine Blätter, die in einer mikroskopischen Handschrift geschrieben wurden. Der Autor selbst bezeichnete dies als seine »Bleistiftmethode«. Eine Methode, die es ihm ermöglichte, freier und weniger angestrengt zu schreiben. Ein Prozess, der seinen Wunsch zu widerspiegeln scheint, sich diskret von der Welt und der Gesellschaft zu lösen.

 Foto: Paula Pascual

Daniele Pantano: Ein Heim für Problemkinder. Buchvernissage.

Montag, 3. November, 18:00 Uhr. »Wir singen – weil wir verloren sind.« Es ist ein Chor von so beunruhigenden wie eindringlichen Stimmen, die Daniele Pantano in »Ein Heim für Problemkinder« auftreten lässt, um zentrale Themen der Gegenwart im Grossen wie im Persönlichen auszuleuchten. Seine Gedichte sind Alarmsignale, in denen man das Unheil mehr ahnt, als dass man es vor Augen sieht (Übersetzer Jürgen Brôcan im Nachwort). Sie leuchten und brennen in ungewohnter Schönheit. Moderation: Lukas Gloor und Reto Sorg.

Robert Walser und sein Direktor – Szenische Lesung

7. November, 19.30 Uhr, Museum Herisau. Robert Walser wird am 19. März 1933 von der Klinik Waldau Bern in die Heil- und Pflegeanstalt Herisau überführt, von Direktor Otto Hinrichsen empfangen und als Patient Nr. 3561 in die Klinik aufgenommen. Der Direktor freut sich, dass er nun einen Dichter behandeln kann, sein Assistenzarzt findet die Methoden des Direktors allerdings altmodisch.

»Schreiben für die Katz« – Robert Walser als Feuilletonist. Jahrestagung der Robert Walser-Gesellschaft, 24.–26. Oktober 2025, Bern

Robert Walser war ein Meister des Kleinen, ein Virtuose des scheinbar Beiläufigen. Seine Feuilletons – kurz, präzise, oft mit einem Augenzwinkern – sind bis heute faszinierende Zeugnisse literarischer Leichtigkeit und Tiefe. Unter dem Motto »Schreiben für die Katz« widmet sich die diesjährige Jahrestagung der Robert Walser-Gesellschaft vom 24. bis 26. Oktober 2025 in Bern diesem vielseitigen Aspekt seines Schaffens.

Adaption fürs Gehen. Robert Walser: Der Spaziergang.

26. September 2025, 19-20 Uhr, Merian Gärten, Treffpunkt: Neue Scheune. Von Leonard Wiesendanger, Promenadologe, Autor und Geschäftsführer „Lokal für Raumbegehung“. Ein Gehstück ist ein Text, der fürs Gehen geschrieben wurde. Für ein besseren Verständnis der neuen Genres werden gattungsfremde Texte spazierfertig gemacht.

 Foto: Simon Schmid / NB

Lucas Marco Gisi wird der neue Leiter des Schweizerischen Literaturarchivs.

Unser ehemaliger Archivleiter wird nun Leiter des Schweizerischen Literaturarchivs. Wir gratulieren! Die Schweizerische Nationalbibliothek hat Lucas Marco Gisi zum neuen Leiter des Schweizerischen Literaturarchivs ernannt. Der promovierte Literaturwissenschaftler übernimmt am 1.1.2026 die Nachfolge von Irmgard Wirtz Eybl, die das Archiv seit 2006 leitet und Ende Jahr in den Ruhestand tritt.